• Christina Hahn

Meeresalgen - Darum solltest Du sie in Deine Ernährung integrieren.

Updated: Jul 29


Der Markt für funktionelle Lebensmittel ist einer der am schnellsten wachsenden Sektoren in der globalen Lebensmittelindustrie. Und das ist auch gut so. Langsam aber sicher bauen die Menschen ein Bewusstsein dafür auf, dass ihre Ernährung ganz entscheidend für ihre Gesundheit ist. Es kommt aber nicht nur in den Köpfen an, sondern viele Verbraucher sind auch bereit etwas zu ändern. (1)



Doch was sind eigentlich funktionelle Lebensmittel?

Funktionelle Lebensmittel bestehen aus biologisch aktiven Verbindungen, die das Risiko von Krankheiten verringern und für eine bessere Gesundheit sorgen können. Häufig sind diese Lebensmittel reich an Mineralien, Vitaminen oder Ballaststoffen. Nach dieser Definition können daher auch Algen als funktionelles Lebensmittel bezeichnet werden. (1,2) 





Algen sind in einigen Lebensmitteln schon lange versteckt


In der Regel geht man erstmal in eine Abwehrhaltung, wenn man hört, dass man jetzt plötzlich Algen essen soll. Dabei werden sie schon seit Jahren in allen möglichen Lebensmitteln eingesetzt. Häufig wissen es die Endverbraucher einfach nicht, weil das Lebensmittelsystem nicht allzu transparent ist oder Konsumenten gegebenenfalls auch nicht genau darauf achten. Algen werden zum Beispiel bereits in Joghurt, Eis, Fertiggerichten oder Dressings verwendet.

 


Die globale Algenproduktion hat sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt 

Die weltweite Algenproduktion, die größtenteils aus der Aquakultur stammt, hat sich in den letzten Jahren sehr stark verändert. Die Produktion stieg von 13 Millionen Tonnen im Jahr 2005 auf rund 30 Millionen Tonnen im Jahr 2016. Darüber hinaus stammen 99% der weltweiten Produktion aus asiatischen Ländern, insbesondere aus China (47,9%) und Indonesien (38,7%). (3,4)  



Makro- und Mikroalgen


Meeresalgen sind photosynthetische, pflanzenähnliche Organismen, die in verschiedenen Lebensräumen vorkommen und unter extremen Bedingungen wachsen können. (1) Da ständig neue Algen klassifiziert werden, kann die genaue Zahl bisher nur geschätzt werden. Es wird vermutet, dass mindestens 70.000 Arten existieren. (6)


Aufgrund ihrer variierenden Größe werden Algen in zwei Hauptkategorien eingeteilt, die als Makroalgen und Mikroalgen bekannt sind.


Mikroalgen sind - wie der Name schon sagt - mikroskopisch klein.

Zu den bekanntesten Arten zählen:

🌿 Spirulina

🌿 Chlorella

🌿 AFA-Alge

🌿 Schizochytrium


Makroalgen hingegen sind die mehrzelligen Algentypen, die bis zu 70 m lang werden können und lassen sich wie folgt einteilen:

🌿 Braunalgen, z.B. Kombu & Wakame

🌿 Rotalgen, z.B. Dulse & Nori

🌿 Grünalgen, z.B. Meersalat

(1)



In Asien werden seit Jahrtausenden Algen konsumiert. Die kulinarische Verwendung von Algen hat sich aber inzwischen auch im Westen verbreitet, wo heutzutage Meeresalgen zunehmend in die Ernährung integriert werden. (4) 


Einige Sorten wie Nori, Kombu, Wakame oder Spirulina kennt ihr wahrscheinlich schon. Sie sind entweder naturbelassen, verarbeitet in Lebensmitteln oder in Form von Nahrungsergänzungsmitteln erhältlich.



Algen enthalten viele wichtige Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe

Meeresalgen werden schon lange gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesagt. Die enthaltenen bioaktiven und antioxidativen Verbindungen können unter anderem blutdrucksenkende und entzündungshemmende Wirkungen besitzen (5). Einige Studien berichten darüber, dass sich der Verzehr von Algen positiv auf das Herz-Kreislauf System sowie die Darmgesundheit auswirkt. Außerdem besteht ein möglicher positiver Effekt in Bezug auf die Knochengesundheit und der Regulation des Körpergewichts. (4) 


Für unsere Happy Ocean Garnelen verwenden wir also nicht ohne Grund verschiedene Algen 🍤


Für eine ausreichende Versorgung mit gesunden Omega-3-Fettsäuren bietet Algenöl vor allem für Vegetarier und Veganer eine super Alternative zu Fisch (4). Algen enthalten neben den Makronährstoffen aber auch wichtige Mikronährstoffe wie Vitamine (insbesondere A, C und B-12), Spurenelemente und Mineralstoffe (z.B. Calcium, Jod und Kalium). (2) Die Menge der enthaltenen Nährstoffe hängt dabei von Faktoren wie Jahreszeit, Lebensraum, Art und Alter der Algen ab. Bei der Verarbeitung der Algen sollte beachtet werden, dass je nach Verfahren die wichtigen Nährstoffe zerstört werden können. (1,4)




Es bleibt spannend, wie Makro- und Mikroalgen in Zukunft für die Entwicklung vielversprechender, neuer funktioneller Lebensmittel genutzt werden. 

Mit diesem Einblick in das vielseitige Future Food werdet ihr Meeresalgen ab jetzt hoffentlich auch in eure Ernährung integrieren!












Quellen:

  1. Gokare, R. & Ambati, R. (2019). Handbook of Algal Technologies and Phytochemicals: Volume I: Food, Health and Nutraceutical Applications. 10.1201/9780429054242.

  2. FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations). (2007). “Report on Functional Foods .” Rome, Italy.

  3. FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations). (2018). The State of World Fisheries and Aquaculture 2018 - Meeting the sustainable development goals. Rome. http://www.fao.org/documents/card/en/c/I9540EN/

  4. Bocanegra, A., Bastida, S., Benedí, J., Ródenas, S., & Sánchez-Muniz, F. J. (2009). Characteristics and nutritional and cardiovascular-health properties of seaweeds. Journal of medicinal food, 12(2), 236–258. https://doi.org/10.1089/jmf.2008.0151

  5. Maria T S L N, Narendra N. (2018). Volatile Components in Seaweeds. Examines Mar Biol Oceanogr. 2(2). EIMBO.000535.2018. doi: 10.31031/EIMBO.2018.02.000535

  6. Guiry, M. (2012). How many species of algae are there?. Journal of Phycology. Oct;48(5):1057-63. doi: 10.1111/j.1529-8817.2012.01222.x.

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